Selten gab es bisher einen Ausflug mit den männlichen Bewohnern der Unterkunft an der Ruhrtalstr. Am ersten Samstag im Dezember sollte sich das ändern.

Viele hatten sich der Initiative von Willi Riepert angeschlossen - eine Führung auf Zeche Zollverein stand auf dem Programm.

Schon im Vorfeld waren dazu viele Erklärungen nötig:

Was ist eine Zeche? Was ein Weltkulturerbe? Was eine Führung

 

Die lange Rolltreppe zur Ebene 24 mit dem Besucherzentrum machte bei allen schon mächtig Eindruck und drinnen angekommen gab es erstaunte, verstörte und interessierte Blicke.

Nach ein paar einführenden Worten unserer Gästeführerin ging es los.

Erste Vokabellektion: Vorbei am Doppelbock, dem Ehrenhof hinein ins Schachtgebäude.

Die Frage stand schnell im Raum – Wie kommt die Kohle nach oben? In der Sprache der Bergleute heißt es von unter Tage nach über Tage?

Die Loren, der Mottek und der Weiberarsch waren die nächsten neuen Wörter aus der Lektion „Zechensprache“.

Die Teilnehmer erfuhren, von der frühen Internationalität des Ruhrgebietes durch den Zuzug von Bergarbeitern aus vielen Ländern. Große Augen waren zu sehen, als die Gästeführerin vom nahenden Ende des aktiven Steinkohleabbaus im Ruhgebiet zum Jahresende berichtete und dass das Welterbe Zollverein als erlebbares Beispiel für die Arbeit im Bergbau erhalten bleiben soll.

Schutzschmutz war das schwierigste Wort, dass es an diesem Nachmittag zu lernen galt und wehte in allerlei lustigen Abwandlungen durch die großen Hallen der Kohlewäsche.

Am Ende gab es die Einkehr in der „Butterzeit“ und Samba hat sich stellvertretend für alle mit einer kleinen Ansprache bedankt.

Für alle war es ein sehr schöner, gemeinsam verbrachter Nachmittag, der nach einer Fortsetzung ruft.