Zusammenfassung Runder Tisch Kettwig

Ruhrtalstr. 335, 45219 Essen, Familienhaus Gemeinschaftsraum

04.09.2017, Beginn 19.00 h Ende ca. 21.30 h

 

 

1. Berichte/Planungen der AG

 

Sprache Kinder/Hausaufgabenbetreuung

Volker Bachmann berichtet

Große Veränderungen ergaben sich für die Kinderbetreuung.

Seit Juli 2017 die betreuen Mitarbeiter*innen des Brückenprojekts (Diakoniewerk) mit umfassenden Betreuungszeiten von 9.00 h bis 16.30 h die Kinder unter 6 Jahren in der Unterkunft. Das Brückenprojekt ist im Gemeinschaftsraum des OG im Familienhaus untergebracht. Die Zuordnung der Betreuung zwischen Brückenprojekt (Kinder U6 Jahren) und Betreuung durch Kettwig hilft (Kinder Ü6 Jahren) im Nebenraum, fällt den Familien nicht leicht, erscheint unverständlich und ist noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Die Ehrenamtlichen dieser Gruppe haben sich entschlossen Regeln für das Spielzimmer zu entwickeln, um für die Kinder einen Orientierungsrahmen zu bieten.

Das Spielangebot wie auch die Hausaufgabenbetreuung werden täglich in den Nachmittagsstunden angeboten.

Die AG organisiert in Einzelfällen individuellen Unterricht für Schüler*innen und Bewohner*innen.

Das Ferienprogramm konnte nur in kleinerem Umfang durchgeführt werden, da die große Zahl neuer Kinder zunächst eine Phase des Kennenlernens erforderte, bevor die Aktivitäten außerhalb der Unterkunft zu verantworten gewesen wären. Dennoch waren Zeugnisfest, Spielmobil und die Ausflüge zur Brehminsel und in den Witthausbusch willkommene Abwechselungen in der Ferienzeit.

Am Ende der Sommerferien nahmen einige Kinder am Ferienprogramm der kath. Kirche teil.

Aktuell wurden alle Grundschulkinder mit den erforderlichen Materialien für die Schule ausgestattet. Die kath. Kirchengemeinde hat in Anlehnung an „Pack my bag“ über die Katholische Jugend Schultornister gesammelt und einige Verantwortliche der AG Sprache/Kinder haben in mühsamer Kleinarbeit, die für die Einschulung erforderlichen Materialien zusammengestellt und an die Kinder/Familien übergeben.

 

AG Sprache/Erwachsene

Leider war kein/e Vertreter*in der Gruppe anwesend.

Es gibt zu berichten, dass die Sprachangebote täglich stattfinden und es wird ausschließlich zwischen Alphabetisierungs- und den anderen Sprachangeboten unterschieden.

Alle Kurse finden inzwischen wieder in der Unterkunft und wenn ich es recht verfolgt habe ausschließlich im Familienhaus statt. Aktuelle Ausdrucke hängen am Gemeinschaftsraum im Familienhaus und im Männerhaus.

 

AG Ankommen und Begegnen

Ruth Kuhl berichtet.

-Familiencafe/Nähen – Nähen wird gut angenommen, es werden jedoch noch Menschen gesucht, die Nähen können und sich dienstags mit einbringen. Einige Nähmaschinen würden der Gruppe helfen.

Die neuen Stühle im Gemeinschaftsraum ist für die Nähgruppe nicht so gut geeignet, weil die Stühle so groß und schwer beweglich sind. Kurz wurde angedacht, die Stühle ins Männerhaus zu schaffen. Die Entscheidung wurde jedoch noch nicht getroffen, weil es zu beiden Lösungen auch Vorbehalte gab.

-Männercafe – regelmäßig mittwochs von 17.00 -19.00 h. Die Mitwirkenden wünschen sich größere Zahl an Besuchern. Es wurde mit der Umgestaltung des Gemeinschaftsraumes im EG begonnen (Wände wurden farbig gestrichen, inzwischen gibt es einen Holztisch) und es soll mit dem Bau von gemütlichen Sitzgelegenheiten weitergehen. Ob die Stühle aus dem Gemeinschaftsraum im Familienhaus für diesen Raum geeignet sein könnten wurden nicht abschließend erörtert.

Die zugesagten 200,- € für Tisch/Stühle wurden bislang nicht ausgegeben.

Es wird in nächster Zeit einen Artikel für die Startseite der Homepage geben, um weitere Spenden für den Raum zu erhalten.

-Radpaten

Peter Krebs berichtet:

Erste Fahrrad-Trainings mit den Kindern haben im Sommer stattgefunden. Zwischenzeitlich wurden einige Kinderräder gespendet und sind in der Garage eingetroffen. Der Radbestand wurde geprüft und einiges für den Sperrmüll aussortiert. Dennoch ist der Platz in der Garage sehr knapp und es fehlt Raum um Reparaturen mit den Bewohnern durchzuführen. Es besteht der Wunsch nach einer Garage in der Nähe der Unterkunft und Frau Lokotsch lässt über die GVE prüfen, ob auf dem Gelände Flächen für einen abschließbaren Baucontainer o. ä. zur Verfügung stehen. Sinja Krauskopf bietet an, sich um einen solchen Container zu bemühen.

Nächste Trainings sind für den 09.09. und 16.09.2017 geplant. Nach Hinweis auf den Beginn des Sportfestes vom KSV am 16.09.17 um 12.00 h, wurde dieser Termin verworfen.

 

AG Kümmerer

Es wurde zunächst die Anmietung von Wohnungen durch die Bewohner erörtert.

Viele der Familien, die im Dezember in die Unterkunft eingezogen waren, sind von den Kümmerern in angemietete Wohnungen begleitet worden. Dabei fällt auf, dass sich die Mieten oft an den Obergrenzen vom Amt für Soziales und Wohnen orientieren, nicht jedoch an Ausstattung, Lage, Größe etc. Frau Hain bringt den Vorschlag ein, das Amt über solche Mietverträge zu informieren. Nach den bisherigen Erfahrungen haben weder JC noch Sozialamt auf die zur Kenntnis gebrachten Vorgänge reagiert. Es wurde erwogen, die Vorgänge zu sammeln und über den Verein an Frau Hain zu geben. Die Abwägung ist schwierig, da die Kümmerer oftmals erst nach Unterschrift Kenntnis vom Mietvertrag erhalten und die Bewohner unsere Vorbehalte oftmals nicht teilen.

Die Beschaffung von Möbeln ist zwar zeitlich mit großem Aufwand verbunden, es zeigt sich allerdings, dass vieles ohne Zwischenlagerung beschafft werden kann und wird über die ehrenamtlichen Begleiter der Bewohner organisiert.

Kümmerer und Sozialbetreuer werden künftig den Austausch miteinander verstärken, um doppelte Arbeit zu vermeiden. Dazu ist ein erstes Treffen vereinbart.

 

2. Lagerkapazitäten/Fahrräder

s. Bericht Radpaten. Frau Lokotsch berichtet zu den begrenzten Lagerkapazitäten.

Zur Bevorratung von Erstausstattungen für neue Bewohner, für „Sperrmüll“, zur Lagerung von Materialien und für das Brückenprojekt werden Lagerräume benötigt, so dass Brückenprojekt und die AG Sprache/Kinder inzwischen erwägen, einen Lagerraum gemeinsam zu nutzen. Die Garage ist durch die neuen Regale aufgeräumter, es müssen dort auch die Gerätschaften für die Pflege der Außenanlagen gelagert werden, so dass der Platz für die Räder sehr begrenzt ist. In der zweiten Garage ist ausschließlich die Haustechnik untergebracht.

 

3. Veranstaltungen in der Unterkunft

Frau Lokotsch bittet um eine kurze Information per Mail, wenn neben den regelmäßigen, bekannten Angeboten, weitere Veranstaltungen bzw. Angebote in den Häusern oder auf dem Gelände stattfinden sollen. Darüber sollten alle Mitwirkenden in den AG informiert werden.

 

4. Parkplatz/Toranlage/Fluchtwege

Die Toranlage ist inzwischen vollständig installiert. Wer zum Be- und Entladen auf das Gelände fahren möchte, sollte kurz vorher in der Einrichtung anrufen oder kann vor Ort die Einrichtungsbetreuer bitten, die Toranlage zu öffnen.

Parken ist nur auf den gekennzeichneten Flächen erlaubt, um Flucht- und Rettungswege freizuhalten.

 

5. Integrationskonzept

Viele Geflüchtete leben bereits in eigenen Wohnungen in den Stadtbezirken. Für eine gelingende Integration sind weitere flankierende Maßnahmen erforderlich. Daher hat die Stadt Essen ein auf die Stadtbezirke zugeschnittenes Integrationskonzept beschlossen. (Die Übersicht ist der Zusammenfassung als Anlage beigefügt). In den nächsten Wochen wird es deshalb in den Bezirken sog. Integrationskonferenzen mit allen Akteuren geben. (Der Termin für den Stadtbezirk wird im Terminkalender auf der Homepage von Kettwig hilft e. V. veröffentlicht).

 

6. Planungen für die Herbstferien

Die Bitte um Vorschläge für die Herbstferien geht an alle AG.

 

7. Verschiedenes

-Ein Kopierer wird zunächst nicht angeschafft. Die Ehrenamtlichen können bis auf weiteres in der Unterkunft Kopien fertigen.

-Kathrin Richter weist auf den Dokumentarfilm ‚Alles gut‘ am 18.09. um 20.00 h im Filmstudio hin.

 

Der nächste Runde Tisch Kettwig findet am 07.11.2017 um 19.00 h statt.